Urs Zürcher
Schriftsteller
Verschwinden
Ein vierfacher Mord in einer Asylunterkunft, neonazistisch entflammter Fremdenhass Ende der 1980er-Jahre in der Schweiz. Vergessen und verschwiegen. Aber Vergangenheit wird zur Gegenwart, als der Autor und Historiker namens Urs Zürcher auf der Suche nach „True Crime“ in einer Baugrube am Ende eines langen Sommers 2023 auf ein rätselhaftes menschliches Skelett stößt.
Eine raffiniert komponierte Geschichte, in der sich ein Autor und ein Erzähler begegnen, überrascht mit immer neuen Wendungen, ein Erinnerungsstrom während langer Spaziergänge am Rhein entfaltet sich – intensiver, verstörender als jeder dokumentierende Realismus es vermöchte, denn «reine Fakten sind eine Fiktion.»
Verschwinden verwebt schweizerische und deutsche Zeitgeschichte aus bald vierzig Jahren mit Lebensgeschichten, mit verstörenden Lebensbildern, mit sinnlichen Erzählungen von Menschen aus unterschiedlichsten sozialen Welten, deren Wege wie zufällig sich kreuzen.
Ein Roman über Schuld und späte Reue, die Täter zu Opfer werden lässt.
Ein wunderbar intelligentes Buch.
Christian Döring, Lektor
Was für ein packender Roman; welche Dringlichkeit, welche Sprachkraft! Ein ganz starkes Buch, raffiniert komponiert und mit Zug erzählt.
Manfred Papst, Publizist und Literaturkritiker
Wissen Sie etwas über die Hintergründe des Brandanschlags in Chur vom Juli 1989? Nachdem ich mich mit den fiktiven Lebensläufen der Täter beschäftigt habe, würde ich gerne in einem Nachfolgeprojekt die tatsächliche Geschichte erzählen.
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Urs Zürcher
